Sonneberger Kindergärten werden zu Forscher-Orten

Für den eigenen Kindergarten eine Projekt-Idee entwickeln und die konkrete Umsetzung planen? Die Sauna retten, einen Wasserpfad anlegen, einen Gruppenraum im Grünen schaffen, einen Habitat-Baum im Garten zum Blickfang machen? Wofür im Alltag von Erzieherinnen und Erziehern oft die Zeit fehlt, bot sich während eines Workshops der Stiftung „Kinder forschen“ in der Wolke 14 kürzlich Gelegenheit. Unter der Überschrift „Stadt, Land, Wald – Lebensräume erforschen und mitgestalten“ hatte Umweltpädagogin Nicole Wöllner einen Tag voller wertvoller Anregungen und Infos für Sonnebergs Kindergärten mit ins Stadtteilzentrum gebracht. Die klassischen MINT-Themen wurden aufgegriffen: Wo kann man in die Projektidee Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik spielerisch für die Kids integrieren? Insgesamt beteiligten sich neun von 15 Einrichtungen im Stadtgebiet am Workshop. Eingeladen dazu hatte die Stadt Sonneberg über ihren MINT-Koordinator Marco Kuhnt. Jede der Kitas erhält nach einem zweiten Workshop-Teil im November die Zertifizierung „Haus, in dem Kinder forschen“ (früher „Haus der kleinen Forscher“) als Motivation. „Neun teilnehmende Kindergärten sind für unsere Stadtgröße ein super Ergebnis und ein Schritt hin zur weiteren Etablierung unserer MINT-freundlichen Stadt“, erläutert Kuhnt. Den Kita-Mitarbeitern hat es gefallen, mal ein Projekt von A bis Z – also von der Idee bis zur Umsetzung – durchzuspielen. Mit Bastelmaterialien erweckten die Teilnehmenden ihre Projektvisionen zum Leben. Für die Arbeit mit den Kindern gab’s noch eine Kartenbox und einen Hefter mit ganz viel Lernmaterial. Umweltpädagogin Nicole Wöllner blickte am Ende des Workshops optimistisch in die Zukunft: „Wir hoffen, dass die Teilnehmer am Ende des Tages so viel Energie mitnehmen, dass die Projekte auch in die Umsetzung gehen.“

Neun von 15 Kindergärten aus dem Sonneberger Stadtgebiet entsandten Mitarbeiter zum Workshop in die „Wolke 14“. Foto: Stadt Sonneberg/C. Heinkel