Hier siehst du das SOMSO-Modell einer Roten Waldameise (Formica polyctena, nach Dr. E. Schicha) im vergrößertem Maßstab 1:30.
Sie hat eine rotbraune Farbe und wird im echten Leben etwa einen halben Zentimeter groß – also ist so klein, dass man sie leicht übersehen kann!
Sie ist ein kleines, fleißiges Insekt, das im Wald lebt. Rote Waldameisen bauen sich ihr Zuhause selbst. Das sind dann große Ameisenhaufen aus Tannennadeln, kleinen Zweigen und Blättern. Diese Haufen können bis zu zwei Meter breit und einen Meter hoch werden. Hast Du schon mal einen im Wald entdeckt? Und stell‘ Dir vor: Darin leben Tausende Ameisen als Staat zusammen, manchmal sogar mehr als eine Million. Hättest du das gedacht?
In einem Ameisenstaat gibt es verschiedene Aufgaben: Die Königin legt die Eier. Die Arbeiterinnen kümmern sich um die Larven, sammeln Futter und verteidigen das Nest. Das SOMSO-Modell zeigt eine Arbeiterin. Die Männchen gibt es nur im Sommer – sie fliegen mit den jungen Königinnen aus, um neue Nester zu gründen.
Rote Waldameisen sind sehr nützlich für den Wald und werden oft auch als „Waldpolizei“ bezeichnet. Sie fressen viele Schädlinge, die Bäume krankmachen könnten, und helfen so, dass der Wald gesund bleibt.
Wenn man ihnen zu nah kommt, können sie zwicken oder Ameisensäure spritzen – das brennt ein bisschen auf der Haut. Deshalb sollte man ihr Zuhause lieber respektieren und nur aus der Ferne beobachten. In Deutschland sind wohl derzeit 112 heimische Arten bekannt – davon allein 13 verschiedene Waldameisen.