Hier siehst du das SOMSO-Modell des großen achtzähnigen Fichtenborkenkäfers (Ips typographus L.) im vergrößerten Maßstab 1:40.
Stell‘ dir vor – der Käfer (der auch Buchdrucker genannt wird) ist kleiner als ein Reiskorn! Trotzdem kann er ganze Wälder verändern. Er lebt unter der Rinde von Bäumen, am liebsten in Fichten. Dort bohrt er feine Gänge in das Holz und legt seine Eier hinein.
Vielleicht hast du schon einmal ein Stück Rinde gesehen, in das eine Landkarte (Larvengänge) eingeritzt war? Das ist das Werk des Borkenkäfers und seiner Larven. Wenn sie schlüpfen, fressen sie sich kreuz und quer durch das Holz – und das kann für den Baum sehr gefährlich sein.
Leben nämlich viele Borkenkäfer in einem Baum, kann er nicht mehr genügend Wasser und Nährstoffe transportieren und stirbt ab. Besonders nach heißen Sommern oder Stürmen, wenn die Bäume geschwächt sind, breiten sich die Rüsselkäfer schnell aus.
Aber: Der Borkenkäfer ist nicht nur schädlich! In der Natur hilft er nämlich auch, alte und kranke Bäume abzubauen. So entsteht Platz für neue Pflanzen und junge Bäume. Außerdem dienen die toten Bäume vielen Tieren – wie Spechten, Insekten und Pilzen – als Wohnort und Nahrung.