Deutsche Glasfaser zieht sich aus dem Projekt Sonneberg zurück

Wie die Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser der Stadt Sonneberg kürzlich mitgeteilt hat, wird sie den eigenwirtschaftlichen Ausbau des Netzes im Stadtgebiet und den Ortsteilen nicht weiterverfolgen.

„Wir bedauern sehr, dass sich die Deutsche Glasfaser aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen sieht, sich aus ihrem Vorhaben in Sonneberg zurückzuziehen und verstehen die Verunsicherung der Bürger. Uns als Stadt geht es weiterhin darum, Zukunftstechnologien nach Sonneberg zu bringen, wobei wir allerdings auf die Ausbauanbieter angewiesen sind“, kommentiert die Nachricht Sonnebergs Bürgermeister Dr. Heiko Voigt.

Hier der Wortlaut aus der Mitteilung der Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser:  

Deutsche Glasfaser zieht sich aus dem Glasfaserprojekt in Sonneberg zurück. Vor dem Hintergrund der derzeitigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen hat Deutsche Glasfaser die Umsetzung des Glasfaserausbaus in Sonneberg vertiefend geprüft. Diese erneute Analyse hat ergeben, dass ein eigenwirtschaftlicher Ausbau unter den aktuellen Voraussetzungen nicht darstellbar ist. Die zu erwartenden Kosten übersteigen die ursprüngliche Kalkulationsgrundlage deutlich.

Bereits im Vorfeld jedes Projekts führt Deutsche Glasfaser eine umfangreiche Analyse der technischen Machbarkeit sowie der Wirtschaftlichkeit durch. Zentrale Bestandteile sind dabei eine vorgelagerte Nachfragebündelung zur Ermittlung des lokalen Interesses sowie Maßnahmen zur genauen Baukostenkalkulation. Ein besonderes Augenmerk liegt zudem auf der Prüfung der Kostenstruktur unter Berücksichtigung von Preisentwicklung, Materialverfügbarkeit und Baukapazitäten.

„Deutsche Glasfaser sieht zum aktuellen Zeitpunkt keine Möglichkeit, den Netzausbau in Sonneberg eigenwirtschaftlich umzusetzen“, sagt Uwe Rettner, Regionalmanager kommunale Kooperationen bei Deutsche Glasfaser. Interessenten, die einen Auftrag bei Deutsche Glasfaser eingereicht haben, erhalten eine Information über den Rückzug aus dem Projekt. Den Kunden entstehen keinerlei Verpflichtungen gegenüber Deutsche Glasfaser.