Vom 10. bis 17. Mai 2026 dreht sich in Neustadt und Sonneberg wieder eine Woche lang alles rund um die Themen Spielen, Sammeln und Erleben. Das Internationale PuppenFestival lädt dazu ein, die Spielzeugregion rund um die beiden Partnerstädte neu zu entdecken. Es ist ein Fest der Fantasie für die ganze Familie, wo Kreativität keine Grenzen kennt und jedes Kind eine Hauptrolle spielen kann – sei es als Zuschauer mit leuchtenden Augen oder interaktiv bei tollen Mitmachaktionen.
Handwerkerecken, tierische Begleiter und familienfreundliche Angebote sorgen für reichlich Spiel, Spaß und Bewegung. Gut zu wissen: Mit der Kombikarte (16 €) können Besucher Eintritt sparen und erhalten unbegrenzten Zutritt zu den teilnehmenden Festivalstationen. Von Donnerstag bis Sonntag pendelt wieder der kostenfreie Festival-Shuttlebus zwischen Neustadt und Sonneberg. Familien mit Kindern können in den beiden Partnerstädten vielfältige kostenfreie Angebote nutzen und eine Woche lang ein buntes Spieleparadies genießen. Das Programm liegt an allen relevanten Standorten bereits aus.
Spielzeugfest in Sonneberg
Zusätzlich plant die Stadt Sonneberg am Samstag, 16. Mai 2026, anlässlich des PuppenFestivals ein großes Spielzeugfest in der Innenstadt, wo Mitmach-Aktionen für Kinder und Familien und die Vorstellung der neuen Spielmeile im Mittelpunkt stehen werden. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren und wenn alles steht, werden Details bekannt gegeben. Wir alle heißen jedenfalls Groß und Klein in beiden Städten herzlich willkommen!
Warum ausgerechnet Sonneberg und Neustadt prädestiniert sind für solch‘ eine große Veranstaltung wie das Internationale PuppenFestival? Das liegt in ihrer gemeinsamen „Spielzeuggeschichte“ begründet. Schon vor über 150 Jahren wurden in Sonneberg verschiedenste Spielzeuge hergestellt. Viele Menschen arbeiteten in kleinen Werkstätten oder zu Hause. Sie stellten Spielsachen aus Holz, Pappe, Stoff oder Porzellan her. Die fertigen Produkte wurden nicht nur in Deutschland verkauft, sondern auch in andere Länder geschickt. So wurde Sonneberg überall bekannt und bekam den Titel „Weltspielzeugstadt“.
Gemeinsame Spielzeuggeschichte
Auch in Neustadt bei Coburg gab es viele Firmen, die Puppen und Spielzeug produzierten. Die Stadt ist bis heute als „Bayerische Puppenstadt“ bekannt. In Neustadt arbeiteten Menschen, die Puppenköpfe formten, Puppenkörper stopften oder Kleidung nähten. Andere bemalten die Gesichter oder packten die Puppen für den Versand ein. So entstand ein großes Netzwerk von vielen kleinen Betrieben.
Weil die Städte so nah bei einander liegen, arbeiteten Sonneberg und Neustadt oft zusammen. Teile einer Puppe konnten zum Beispiel in Sonneberg hergestellt und in Neustadt fertiggestellt werden. Manche Firmen hatten Werkstätten in beiden Städten. Händler reisten zwischen Sonneberg und Neustadt hin und her. Sie tauschten Waren, Ideen und Erfahrungen aus. So wuchs eine gemeinsame Spielzeugregion, welche ihr Spielzeug in die ganze Welt lieferte.
Die hiesige Region war einst eine der wichtigsten Standorte für Spielzeugproduktion in aller Welt. Kinder in Europa und in anderen Teilen der Erde spielten mit Puppen und Spielzeug aus Sonneberg und Neustadt. Für viele Familien in beiden Städten war die Spielzeugproduktion die wichtigste Arbeit. Sie brachte Geld und sicherte den Unterhalt der Menschen. Heute erinnert man sich gern an diese gemeinsame Geschichte.
In Sonneberg gibt es zum Beispiel das Deutsche Spielzeugmuseum. Neustadt unterhält das Museum der Deutschen Spielzeugindustrie. Gemeinsam richten sie über Ländergrenzen hinweg das PuppenFestival aus. Beide Städte zeigen damit: Wir gehören zusammen, und unsere gemeinsame Spielzeuggeschichte ist ein wichtiger Teil unserer Identität.
Text: Nina Brückner, Cindy Heinkel, Michael Böhm