Verkehrskonzept für Oberlind muss angepasst werden

Bereits seit Längerem gab es in Oberlind Diskussionen zu verschiedenen Verkehrsstandorten in der Ortslage. Auf Betreiben des Ortsteilbürgermeisters Ralf Wöhner wurde zu einem Vor-Ort-Termin mit dem Landesverwaltungsamt, der Polizeiinspektion sowie der Straßenverkehrsbehörde der Stadt Sonneberg eingeladen, um die aktuellen Beschilderungen und Verkehrsregelungen im kompletten Ort zu überprüfen.

Das Ergebnis der fachaufsichtlichen Bewertung: Das Thüringer Landesverwaltungsamt, genauer gesagt das Referat für Straßen- und Luftverkehr, hat etliche verkehrsrechtliche Anordnungen als fraglich eingestuft. Im Nachgang der Verkehrsschau vom Mai dieses Jahres wurde die Stadt aufgefordert, sowohl die verkehrsrechtlichen Anordnungen als auch die Beschilderungspläne in ein neues Verkehrskonzept zu gießen und dieses hieb- und stichfest zu begründen. In der Folge müsse das Konzept bis spätestens zum 31.03.2027 umgesetzt sein, so die Auflage. Dieses Konzept liegt seit Mitte September allen Beteiligten vor.

In der 42. Kalenderwoche, kurz nach dem Oberlinder Bauernmarkt, wurde mit ersten Schritten seitens der Stadt begonnen. Das heißt, einzelne Schilder wurden bereits von Bauhofmitarbeitern entfernt. Während rund um den Kindergarten „Arche Noah“ in der Ackerstraße, Kirchwallstraße, Pfarrgasse und Lutherstraße perspektivisch eine 30-er-Zone entstehen wird, gibt es aus Sicht der übergeordneten Behörde keine ausreichende Begründung für ein Tempo 30 in der Schreberstraße.

Eine wesentliche Änderung betrifft auch die Hauptstraße am Oberlinder Marktplatz vorbei. Hier wird die bisher geltende Regelung rechts vor links perspektivisch durch eine Vorfahrtsstraße ersetzt, die dann auch bis spätestens 31.03.2027 entsprechend beschildert sein muss.

Auch, wenn Ortsteilbürgermeister Ralf Wöhner etwas Gutes für Oberlind erreichen wollte, sei jetzt an manchen Stellen das Gegenteil eingetreten, bewertet es Bürgermeister Dr. Heiko Voigt: „Aus meiner Sicht hat sich jetzt einiges verschlechtert, was sich vorher seit Jahren bewährt hatte. Das bedauere ich sehr. Und zusätzliche Kosten fallen mit den Änderungen ebenfalls an, die wir an anderer Stelle wieder sparen müssen.“

Der Bauhof Sonneberg ist mit den Umsetzungen des neuen Verkehrskonzeptes betraut. Foto: Stadt Sonneberg/J. Komitsch