Ein ganz besonderes Stück Stadtgeschichte ist momentan im Astronomiemuseum zu sehen. Zum 100-jährigen Jubiläum der Sternwarte Sonneberg wurde eine Ausstellung aufgelegt, die zurückreicht bis zu den Anfängen der Einrichtung auf dem Erbisbühl.
„Nicht nur für Spielwaren war unsere Stadt einst weithin berühmt, sondern auch für ihre wissenschaftliche Strahlkraft in der Astronomie und Astrophysik. Mit der Gründung der Sternwarte Sonneberg durch unseren Ehrenbürger Prof. Dr. Cuno Hoffmeister in Neufang im Jahr 1925 begann eine Erfolgsgeschichte, die unsere Stadt auf der Landkarte der Astronomie platzierte“, ist Sonnebergs Bürgermeister Dr. Heiko Voigt überzeugt.
Es brauchte einiges an Mut und Durchsetzungskraft, um diese Erfolgsgeschichte zu schreiben. Unter anderem davon erzählt die neue Sonderausstellung „Von den Anfängen der Sternwarte Sonneberg“, die jetzt knapp einen Monat läuft und noch voraussichtlich bis zum 31.12.2026 geöffnet hat. Dienstags bis sonntags hat sie zwischen 13 und 17 Uhr geöffnet.
Besucher erfahren dort viel über die Entstehungsphase des Instituts und die wissenschaftlichen Beobachtungen der ersten Jahrzehnte. Auch jene Phase nach der Wiedervereinigung als um den Fortbestand der Forschungseinrichtung gekämpft wurde, nimmt die Sonderausstellung in den Blick. Nachgezeichnet wird die Bau- und Entwicklungsgeschichte anhand von Dokumenten und Objekten, die den Weg des Standorts entscheidend geprägt haben.
Ein besonderer Blick gilt auch der fotografischen Himmelsüberwachung: Die erste Fotoplatte steht exemplarisch für den Beginn jener Plattensammlung, aus der sich später ein international bedeutender Bestand entwickelte und die vermutlich längste Beobachtungsserie der Menschheit am Sternenhimmel darstellt. Auch die Sternwarte als Ort besonderer Leistungen und Rekorde wird thematisiert.
Ergänzend führt ein virtueller „Cuno Hoffmeister“ als Audio-Guide durch die Ausstellung: Besucher können per eigenem Smartphone zusätzliche Hintergründe abrufen – persönlich erzählt und direkt an ausgewählten Objekten entlang. „Eine schöne Idee, um die Zeit, den Ort und die Menschen von damals virtuell zum Leben zu erwecken“, so der Bürgermeister. Die Stadt Sonneberg ist Teil des Zweckverbands, der die Sternwarte trägt.
Mehr zur Ausstellung unter: https://astronomiemuseum.de