Die Stadt Sonneberg hat gemeinsam mit rund 30 Vertretern aus Stadtrat, Landkreis, Institutionen und Bürgerschaft der Opfer des Nationalsozialismus auf dem Hauptfriedhof gedacht.
In einer kleinen, aber feinen Gedenkfeier zeichnete der Hauptamtliche Beigeordnete Christian Dressel die grausamen Ereignisse ab der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 nach – Reichsprogromnacht, Kriegsbeginn, Euthanasieprogramm, Judenstern, Wannseekonferenz und die Massenvernichtung von Millionen Juden in den Konzentrationslagern, wovon Auschwitz das größte war.
Auch Sonneberger Juden waren von Verfolgung und Deportation und der „dunklen Zeit“, wie Dressel sie nannte, betroffen. Widerständler wie Otto Bergner, jüdische Mitbürger wie Leopold Köstner oder Karl Gramowsky bekamen die Grausamkeiten des Nationalsozialismus zu spüren, woran Dressel in seiner Ansprache erinnerte.
Am Jahrestag der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee ruft die Stadt regelmäßig zu dieser Form des Gedenkens auf. Bundesweit wird an mehreren hundert Gedenkorten an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert.
Sowohl Christian Dressel legte im Namen der Stadt ein Blumengebinde nieder, als auch der Landrat Robert Sesselmann, die einzelnen Stadtratsfraktionen, Vertreter der Institutionen sowie etliche Privatpersonen, die an der Gedenkfeier der Stadt Sonneberg am Neuen Denkmal auf dem Hauptfriedhof teilnahmen.
Die nächste Gedenkveranstaltung für die Bombenopfer von Sonneberg findet am Samstag, 14.02.2026 um 10 Uhr an ebenjener Stelle statt. Die Öffentlichkeit ist auch hierzu willkommen.