14.10.2019

 

Unterzeichnung Fair Trade-Pakt

 Zusammen mit 35 weiteren Kommunen haben 3. Bürgermeister Martin Stingl (rechts) für die Stadt Neustadt b. Coburg und Beigeordneter Christian Dressel für die Stadt Sonneberg den Fair Trade-Pakt der Europäischen Metropolregion Nürnberg unterzeichnet. Damit wollen die beiden Partnerstädte nachhaltige Beschaffung in der Region vorantreiben.

 

Sonneberg und Neustadt b. Coburg setzen gemeinsam auf nachhaltige Beschaffung

Die Partnerstädte beteiligen sich am Fair Trade-Pakt der Europäischen Metropolregion Nürnberg

Ein Signal für fairen Handel und nachhaltige Beschaffung wollen die Partnerstädte Neustadt b. Coburg und Sonneberg setzen. Daher unterzeichneten auf dem 1. Fair Trade-Gipfel der Europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN) in Bamberg 3. Bürgermeister Martin Stingl und Beigeordneter Christian Dressel für ihre beiden Städte zusammen mit 35 weiteren Kommunen den „Pakt zur nachhaltigen Beschaffung in den Kommunen der Europäischen Metropolregion Nürnberg“.

Mit der verstärkten Beschaffung nach Nachhaltigkeitskriterien wollen Neustadt und Sonneberg aber nicht nur ein Zeichen setzen. „Es geht uns zum Beispiel darum, über kurze Lieferwege CO2-Ausstoß beim Transport zu reduzieren“, erläutert Beigeordneter Christian Dressel einen der Beweggründe für die Stadt Sonneberg, dem Bündnis beizutreten. „Und damit erreichen wir zusätzlich zum Umweltschutz noch ein zweites Ziel, nämlich insbesondere regionalen Partnern die Chance zu geben, sich bei öffentlichen Aufträgen erfolgreichen zu bewerben.“ Think global, but buy local – könnte man diesen Ansatz nennen.

3. Bürgermeister Martin Stingl verweist auf das Gesamtkonzept Nachhaltigkeit, das die Stadt Neustadt b. Coburg derzeit erarbeitet und Schritt für Schritt in die Tat umsetzen will. „Dabei geht es uns nicht um politische Lippenbekenntnisse, sondern sinnvolle Einzelmaßnahmen, die in der Summe Umwelt- und Klimaschutz vor Ort voranbringen.“ Für Neustadt seien „mehrere zielgerichtete Kleinprojekte sinnvoller als große Pläne, die sich nur wieder in Luft auflösen“. Das könne beim Ausschank von Kaffee nach Fair Trade-Prinzipien beginnen und beim Ausschluss von Tropenhölzern bei Bauausschreibungen enden.

Nachhaltige Beschaffung kann ein wichtiger Beitrag zum sparsamen Umgang mit Ressourcen und unserer Umwelt sein. Denn allein öffentliche Einrichtungen vergeben bundesweit 350 Milliarden Euro für ihr Beschaffungswesen. Nur 28 Prozent der Kommunen in der Metropolregion beschaffen bislang faire Produkte und berücksichtigen Sozial- und Umweltstandards bei Anschaffungen. Neustadt und Sonneberg nehmen insofern eine Vorreiterrolle ein. Sie haben sich im ersten Schritt dazu verpflichtet, mit ihren Stadträten verbindliche Beschaffungs-leitlinien für nachhaltige Produkte zu prüfen. Im Pakt ist außerdem festgelegt, dass die Unterzeichner-Kommunen 2020 acht Millionen Euro in die Beschaffung fairer Produkte fließen lassen wollen. Hierzu wollen Neustadt und Sonneberg im Rahmen ihrer Möglichkeiten einen Beitrag leisten.

Dieses Engagement lobte denn auch in Bamberg der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber, der im Fair Trade-Pakt der EMN „eine große Chance für fairen Handel und nachhaltige Beschaffung“ sieht. Für ihn werden dadurch „Bürger und Entscheider weiter für das Thema sensibilisiert, dass Produkte unter umwelt- und sozialverträglichen Standards produziert werden.“

Insofern wollen Bürgermeister Martin Stingl und Beigeordneter Christian Dressel auch nicht nur in ihren eigenen Verwaltungen verstärkt auf nachhaltige Beschaffung hinwirken, sondern auch Mitstreiter in Bevölkerung und Wirtschaft für diesen Ansatz suchen. Denn: Auch ein langer Weg beginnt immer mit dem ersten Schritt!

 

 


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