20.12.2018

Baubeginn des 2. Bauabschnittes zur Generalsanierung und Umbau des Stadions Sonneberg am 20. Dezember 2018, 14 Uhr

 HLY1640thumbDas Stadion in Sonneberg ist eine traditionsreiche Sportstätte. Mit großem Engagement haben es Sonneberger Einwohner gebaut, deren Enkel und Urenkel, heute hier Sport treiben. Vor 2013 waren im Sonneberger Stadion auf Grund der Überalterung und des bedauernswerten Zustandes keine bedeutenden Sportereignisse mehr möglich. Notgedrungener Weise musste man auf andere Plätze ausweichen. Eine Notlösung, die kein Dauerzustand werden durfte, fanden Stadtverwaltung und Stadtrat und haben eine Generalsanierung ins Auge gefasst. Das Architekturbüro casparius Architekten & Ingenieure aus Erfurt erarbeitete in Auftrag der Stadt das Konzept und die Planungen für die Neugestaltung der Sportanlage in Sonneberg in mehreren Abschnitten.

 

Der erste Bauabschnitt umfasste die Realisierung einer Wettkampfanlage Typ C.
Diese Anlage hat sechs 100 Meter Sprint- bzw. sechs 110 Meter Hürdenbahnen, vier 400 Meter Rundlaufbahnen, eine Kugelstoßanlage mit drei Übungsringen und einem Wettkampfring, eine Diskus bzw. Hammerwurfanlage, eine Hochsprunganlage und zwei Weit- bzw. Dreisprunganlagen. Mit Unterstützung des Freistaates Thüringen - am 18. Juni 2012 kam der Zuwendungsbescheid in Höhe von 740.800 Euro für den ersten BA – und mit der Unterstützung des Landkreises Sonneberg, der sich mit 300.000 Euro für den Schulsport beteiligte, wurde die Finanzierung des 1. BA gesichert. Immerhin betrug der Eigenanteil Sonnebergs eine stattliche Summe von 812.000 Euro. Die Gesamtkosten haben sich auf 1,85 Millionen belaufen, wobei. Was da geschaffen wurde, konnte sich sehen lassen und hat sich inzwischen bei vielen Sportveranstaltungen und im Schulsport bewährt.

Die Planung für den zweiten Bauabschnitt der Generalsanierung des Stadions Sonneberg wurde bereits im September 2012 durch den Beschluss des Haupt- Finanz- und Werksausschusses angestoßen. Aufgabe war es, einen Entwurf und zugehörige Kosten zu erarbeiten, um die entsprechenden Förderanträge untersetzen zu können. Ursprünglich ging die Stadt Sonneberg von einer Bezuschussung im Rahmen der Sportstättenförderung aus, die eine Förderquote von ca. 40% zum Ziel hatte. Über die Anforderungen der Stadionnutzer wurde im Laufe des Jahres 2013 eine Zielplanung erstellt, die hinsichtlich der Synergien im Areal auch die Bedürfnisse des Tennisclub Sonneberg einschloss. Mit dem Beschluss des Stadtrates (41/54/2014) wurde das Projekt fortgeschrieben und zur Förderung angemeldet. Die frohe Kunde der Förderung, zum Ende des Jahres 2014, wich tiefer Trauer als auf Grund der Haushaltskonsolidierung im März 2015 der Stadtrat einen Beschluss fassen musste, der den Widerruf des Förderbescheides beim Thüringer Bildungsministerium zum Inhalt hatte.

Die Verwaltung arbeitete an diesem Thema weiter und versuchte das Projekt im Rahmen der Städtebauförderung auf den Weg zu bekommen. Das Interesse an der Weiterführung des Projektes blieb erhalten. So kamen auch die Volleyballer des VC Sonneberg. Sie entwickelten mit Unterstützung des LSB eine Beachvolleyballanlage, die das Konzept einer zentralen Sportstätte abrunden sollte. Damit wuchs der Druck auf einem Neubau des Funktionsgebäudes. Dieser wurde noch erhöht, weil dem Deutsche Alpenverein (DAV), Sektion Sonneberg das bis dato genutzten Kletter-Objekt Bismarckstraße zum Ende des Jahres 2017 gekündigt wurde. Damit kam ein weiterer Aspekt hinzu, der das Thema beeinflusste.

Umso größer war die Freude über die Bezuschussung durch die Städtebauförderung mit einem Fördersatz von 66% bis 90%. Letztlich gelang es, trotz der noch für 2018 bestehenden Haushaltskonsolidierung, den Weiterbau des Stadions umzusetzen.
Die Idee, viele sportliche Aktivitäten an diesem zentralen Standort zu bündeln, leuchtete ein. Damit einher ging eine Anpassung der Planung, um die Bedürfnisse des DAV letztlich im Projekt unterzubekommen. Dies geschah im Jahr 2018 mit dem angepassten Entwurf, der viele Stunden an Abstimmungs- und Überzeugungsarbeit bedurfte und letztlich vom Stadtrat am 26.April 2018 auf den Weg gebracht wurde.

Fakten zum Projekt:

Kosten – entsprechend Planungsstand von 2/2018 der ausgeführten Variante:
bestehend aus Kassenhaus, Außenanlagen und Funktionsgebäude mit Nebenanlagen (Garagen, Grundstückssicherung etc.)
Sie belaufen sich auf ca. 2.800.000,00 €.

Daten zum Gebäude:
• 4.591 m³ umbauter Raum
• 1.075 m² Bruttogeschossfläche
• 882 m² Nettoraumfläche
• 194 m² Konstruktionsgrundfläche
• 7,18 m Höhe Funktionsgebäude
• 14,08 m Höhe Kletterturm
• 10,28 m Höhe Boulderturm

Raumprogramm:
• Kletterturm, Boulderraum,
• öffentliche Toiletten,
• Verkaufsraum,
• 7 Umkleiden mit Sanitärbereichen,
• 2 Schiedsrichterumkleiden mit Sanitärbereichen,
• Technikräume,
• Platzwartbüro,
• Waschküche,
• Nebenräume,
• 3 Büroräume,
• Besprechungsraum mit Teeküche,
• Barrierefreiheit des Objektes

Beim offiziellen Baubeginn zum 2. Bauabschnitt „Generalsanierung und Umbau des Stadions Sonneberg" am 20. Dezember 2018, 14 Uhr dankte Bürgermeister Dr. Heiko Voigt dem Freistaat Thüringen und dem Landesverwaltungsamt für die Unterstützung des Bauvorhabens, wünschte dem Bau einen guten Verlauf und betonte: „Dieses Gebäude wird die größte Investition in eine Sportstätte seit dem Bau des SonneBades sein." Daraufhin setzte er sich in den Bagger, bewegte die erste Baggerschaufel und signalisierte damit den Start für nächste große Baumaßnahme der Stadt Sonneberg.

 HLY1640 550px

Zahlreiche Gäste waren auf Einladung des Bürgermeisters zum Baubeginn gekommen, darunter Landtagsabgeordnete Beate Meißner, Architekt Prof. Dr.-Ing. Joachim Casparius aus Erfurt, Stadträte, Vorsitzende und Mitglieder Sonneberger Sportvereinen, Baufachleute aus unterschiedlichen Bereichen und Vertreter der Medien.

 HLY1643 550px

Hochkonzentriert bedient Bürgermeister Dr. Voigt den Bagger. Fotos Heidi Losansky

 

 

Zusätzliche Informationen