02.02.2018

Aus der Stadtratssitzung vom 1. Februar

RathausSonneberg ThumbWie vor Beginn jeder Stadtratssitzung so stand auch am 1. Februar, kurz nach 17 Uhr, eine Bürgerfragestunde auf der Tagesordnung. Sie ging einher mit vielen Fragen von Spechtsbrunner Eltern, Ortschaftsratsmitgliedern und Einwohnern den Beschlussvorschlag zur Schließung der Kindertageseinrichtung „Wichtelburg am Rennsteig" betreffend. In der Sitzung selbst wurde dann von der Mehrheit der Stadträte nach einer langen, intensiven Diskussion und einer namentlichen Abstimmung dem Beschluss zugestimmt.

Hintergrund der Entscheidung sind in erster Linie ungeklärte Eigentumsverhältnisse, die notwendigen baulichen Veränderungen entgegenstehen und ein Betreuungsbedarf im Ortsteil Spechtsbrunn (weniger als 400 Einwohner), der so stark rückläufig ist, dass die Mindestanzahl für eine pädagogisch und wirtschaftliche Betreibung bei Weitem nicht mehr erreicht werden kann. Im nächsten Kindergartenjahr sinkt die angemeldete Kinderzahl auf sieben.

 

Eine Mehrheit im Stadtrat darunter der Bürgermeister meinte, durch eine frühzeitige Entscheidung könnten konstruktive Lösungen im Interesse aller Beteiligten getroffen werden. Angeboten werden ein Fahrdienst zur nächstgelegenen Kita.

Die Spechtsbrunner beklagten, dass vor der Eingemeindung versprochen worden ist, dass die Kindereinrichtungen erhalten bleiben. Diesem Vorwurf widersprachen Bürgermeister und Verwaltung: Die baurechtlichen Probleme seien damals nicht bekannt und die Entwicklung der Kinderzahl nicht absehbar gewesen. Die Stadt hält gegenwärtig 16 Kindergärten mit insgesamt 1051 Plätzen vor.

Zeitnah wird die Stadt Sonneberg noch einmal ausführliche Gespräche mit den betroffenen Eltern führen und gemeinsam mit ihnen nach zufriedenstellenden Lösungen für alle Beteiligten suchen. Das Wohl und eine gute Entwicklung aller Sonneberger Kinder liegen der Stadt am Herzen und dazu gehören auch die Kinder des Ortsteils Spechtsbrunn.

 

 

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