22.03.2016

Startschuss für ein neues innovatives Stadtquartier

Stadtverwaltung, LEG und Hochschule Coburg entwickeln Fläche des ehemaligen Güterbahnhofes / Modell für Stadtentwicklung im 21. Jahrhundert

2016 03 08 Bahncity Sonneberg thumbERFURT/SONNEBERG. Auftakt für die Gestaltung der „Bahn-City Sonneberg" – das sechs Hektar große Areal des ehemaligen Güterbahnhofs wird zu einem modellhaften Stadtquartier, in dem künftig Menschen wohnen, arbeiten und ihre Freizeit verbringen. Erste Pläne zu der Stadtentwicklung im Herzen Sonnebergs präsentierten am Dienstag, 22. März, Dr. Heiko Voigt, Baudezernent der Stadt Sonneberg, Frank Krätzschmar, Geschäftsführer der LEG Thüringen, sowie Prof. Mario Tvrtkovic, Prof. Hans-Peter Hebensperger-Hüther und Dipl. Ing. Renee Lorenz von der Fakultät Design, Studiengang Architektur an der Hochschule Coburg. Die Stadt, die LEG Thüringen und die Hochschule erarbeiten in einem ersten Schritt einen Masterplan, zudem entwickeln Studierende der Hochschule im Sommersemester erste Entwürfe für die vielfältigen Nutzungen im neue Stadtquartier „Bahn-City Sonneberg".

 

„Der ehemalige Güterbahnhof eröffnet durch seine zentrale Lage zwischen der Innenstadt und dem bevölkerungsreichen Wohngebiet Wolkenrasen ein hervorragendes Entwicklungspotenzial", erläuterte Baudezernent Dr. Voigt beim Projektauftakt. „Uns bietet sich hier die Chance zur Entwicklung eines innerstädtischen Areals mit überregionaler Ausstrahlung, eines Stadtquartiers für Arbeiten, Freizeit und Kultur, mit Raumangeboten für die Berufsfelder der Zukunft, für junge Gründer und Kreative."

Eigentümerin der Flächen ist die LEG, die über eine mehr als zwanzigjährige Erfahrung im Aufgabenfeld der innovativen Stadtentwicklung verfügt. „Wir verfolgen eine integrierte, ganzheitliche Strategie bei der Entwicklung des Quartiers", kündigte LEG-Geschäftsführer Frank Krätzschmar an. „Grundlage für die weiteren Schritte wird ein integrierter Masterplan sein, und wir beziehen aktiv wichtige Partner wie die ansässigen Wohnungsbauunternehmen, Wirtschaftsunternehmen, Vereine und Bürger mit ein." Das Areal wird künftig Raum bieten für neue Wirtschaftszweige aus den Bereichen Informationstechnologie, Social Media und Design, eine räumliche Verknüpfung mit dem nahe gelegenen „Campus Wolkenrasen", der vorschulische Betreuungs- und schulische Bildungsstätten beherbergt, ist ausdrücklich vorgesehen. Wichtiger Aktivposten des Standortes ist seine Lage direkt am Umweltbahnhof Sonneberg, der einerseits als Verkehrsknoten verschiedene Verkehrsarten zusammenführt (Bahn, Bus, Auto, Fahrrad) und andererseits angebunden ist an die moderne überregionale Verkehrsinfrastruktur.

„Als Hochschule in Nachbarschaft zu Sonneberg ist es für uns eine reizvolle Herausforderung, Impulse für dieses Vorhaben innovativer Stadtentwicklung in unserer gemeinsamen Region zu geben", berichtete Prof. Mario Tvrtkovic von der Hochschule Coburg. „Vor dem Hintergrund der Mitgliedschaft Sonnebergs in der Metropolregion Nürnberg und seiner besonderen Lage in der Verlängerung der Oberfränkischen Städteachse Nürnberg-Erlangen-Fürth-Bamberg-Coburg erlangt die hier geplante zukunftsweisende Stadtentwicklung auf einer vergleichsweise großen Potenzialfläche tatsächlich überregionale Bedeutung, können wir hier ein modellhaftes Beispiel für neue Formen der Quartiersentwicklung im 21. Jahrhundert aufzeigen." Die studentischen Entwürfe werden im Juli vorliegen und Impulse für die weitere Gestaltung liefern. Die exakte Zeitplanung für den Wettbewerb wird von den Projektpartnern gerade erarbeitet und in Kürze die Basis für die weiteren Projektschritte bilden.

 

 

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