24.10.2018

Umgestaltung des Spielzeugmuseums geht weiter

 

181017BM DSM thumbWie von Kreistag und Sonneberger Stadtrat beschlossen, schreitet die Weiterentwicklung des Deutschen Spielzeugmuseums Sonneberg in einer Gemeinschaftsmaßnahme von Landkreis und Stadt Sonneberg voran. Seit 3. September laufen unter anderem die Arbeiten am Altbau der ältesten deutschen Spielzeugsammlung. Unter Federführung des Landkreises Sonneberg wird das Erdgeschoss trockengelegt und saniert. In den hier neu gestalteten Räumlichkeiten sollen unter anderem wieder Sonderausstellungen möglich werden.

Auch die ehemalige Turnhalle der Handelsschule ist Teil des gegenwärtigen Bauabschnitts zur Modernisierung des Spielzeugmuseums. Hierbei werden die statische Sicherung sowie die Sanierung des Daches und eines Teils der Fassade umgesetzt. Auch wird der Anbau zur „Brücke" in den Neubau umgestaltet, um den Gebäudeübergang zu harmonisieren.

Dieses Maßnahmenpaket soll bei störungsfreiem Ablauf geplant bis Ende 2019 verwirklicht werden. Es hat einen Kostenrahmen von 3,025 Millionen Euro und wird dankenswerter Weise über den Freistaat Thüringen großzügig mit 2,722 Millionen Euro gefördert.

Zusätzlich zu diesen Maßnahmen haben auch die Arbeiten an den Außenanlagen des Museums begonnen. Federführend ist hier die Stadt Sonneberg als Kooperationspartner. Die Freiflächen um das Museum werden attraktiv gestaltet und es entsteht am nordöstlichen Zentrumsrand ein Besucherparkplatz. Gleichzeitig wird eine ansprechende fußläufige Haupterschließungsachse aus Richtung Fußgängerzone zum Spielzeugmuseum hergestellt. Diese drei Meter breite Promenade ist komplett barrierefrei. Dies ermöglicht einen bequemen Aufgang bis zum Untergeschoss des Spielzeugmuseums.

 

Vor dem Museum wird ein multifunktionaler Platz angelegt. Er ist einerseits als Bewegungsraum und andererseits als Raum für museumspädagogische Angebote gedacht. Zwischen diesem multifunktionalen Platz und dem Bereich vor dem Haupteingang des Museums spannt sich eine großzügige Treppen- und Sitzstufenanlage mit einem integrierten Hub-Lift. Diese Plattform – ein Senkrechtaufzug – überwindet den Höhenunterschied von drei Metern und bietet Aufenthaltsmöglichkeiten mit Blick in den Sonnenuntergang. In der verlängerten Achse der Treppe wird ein für den Standort entwickeltes, museumsbezogenes, Spielelement eingeordnet, das die „Sonneberger Spiele-Meile" bereichern wird.

Die barrierefreie Erschließung vom Parkplatz aus erfolgt über Rampenwege. Eine Baumreihe entlang der Marienstraße fasst diesen Stadtraum räumlich. Weitere Baumgruppen entlang der Promenade bilden eine Kulisse zum ruhenden Verkehr. Im Norden schafft eine Baumreihe zu den Nachbarbereichen einen räumlichen Abschluss des Museumsgeländes.

Neben der bodendeckenden, pflegeextensiven Pflanzung auf dem gesamten Gelände werden Staudenschmuckpflanzungen mit dem Thema „Gräser-Dschungel" sowie jahreszeitlich aspektreiche Blumenzwiebelbänder als optische Blickpunkte eingeordnet. Punktuell wird der Parkplatz mit Mastauslegerleuchten sowie die Promenade mit Leuchtenstelen zur Orientierung ausgeleuchtet. Niedrige Stützmauern im Bereich des Parkplatzes werden mit Winkelelementen ausgebildet. Sitzangebote befinden sich an den Spielpunkten sowie auf dem Platz.

Die Baumaßnahme der Freiflächen soll bereits zum Tag der Franken im Juli nächsten Jahres abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten inklusive Planungsleistungen belaufen sich auf rund 1,86 Millionen Euro.

 

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