16.02.2016

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Haselbach und des Feuerwehrvereins

3 thumbWie viel Stunden hat eigentlich ein Jahr...?
Die Frage geht einem durch den Kopf, wenn man hört, wie oft die 19 Kameraden der Feuerwehr Haselbach im vergangenen Jahr insgesamt bei Einsätzen unterwegs waren – und wie viele Stunden von ihnen geleistet wurden. 360 kamen zusammen - um Menschen zu retten, Brände zu löschen, Schäden bei Wasserrohrbrüchen zu vermeiden, Hochwasser einzudämmen oder Ölspuren zu beseitigen.

Der „Ausklingler" hatte ja im Laufe des Jahres 2015 über viele der Aktivitäten berichtet, die Wehrführer Martin Zwilling in seinem Rechenschaftsbericht auf der Jahreshauptversammlung der „Freiwilligen Feuerwehr Stadt Sonneberg-Ortsteil Haselbach" (wie die exakte Bezeichnung ist) noch einmal in Erinnerung rief. 21 Einsätze standen zu Buche. Aber nicht nur das.

 

Dazu kamen für die Männer und Frauen noch 10 Mal so viele Ausbildungsstunden – nämlich 3600 an der Zahl. Dabei ging es um Grundlehrgänge ebenso, wie um das Löschen von Gasbränden oder den sicheren Gebrauch des Sprechfunks.
Die dabei erlernte Routine habe man während der Einsätze bereits deutlich spüren können, so Martin Zwilling. Professionelles und ruhiges Arbeiten sei schließlich das A und O.

In diesem Jahr werden die Ausbildung in technischer Hilfe und der Umgang mit Gefahrgut (ABC) im Mittelpunkt stehen.
Viel Zeit also, die die Kameraden der Feuerwehr für unser aller Wohl aufbringen. Denn das sollte uns Haselbachern bewusst sein - immer wenn unsere Feuerwehr ausrückt, leisten die Mitglieder ehrenamtliche Arbeit.
Erfreulich, dass trotz der hohen Anforderungen im vergangenen Jahr 7 neue Kameraden geworben werden konnten. „Die Mannschaftsstärke zählt jetzt 3 Kameradinnen und 19 Kameraden", freut sich Martin Zwilling. Darunter seien 2 aus der Jugendfeuerwehr, die nun 16 Jahre alt sind und in die ‚Einsatzabteilung' wechseln konnten.
Das zeigt auch, wie wichtig die Arbeit mit und in der Jugendfeuerwehr ist. Für sie ist Bernd Greiner verantwortlich. Den Kindern und Jugendlichen in seiner Truppe mache es Spaß, so der Jugendfeuerwehrwart. Er erinnerte noch einmal an den Erfolg beim Sternmarsch nach Steinheid, wo die Haselbacher einen ersten Platz belegten. Kritisch merkte er an, dass er es gern sehen würde, wenn auch bei Einsätzen der Jugendfeuerwehr außer ihm vielleicht auch noch andere Mitglieder dabei wären und helfen könnten. Er fühle sich da manchmal allein gelassen. Eine Kritik, die auf offene Ohren stieß. Wehrführer Martin Zwilling versprach, dass er sich künftig auch persönlich mehr kümmern werde.

 Reichlich Zuwachs gab es auch im Feuerwehrverein Haselbach e.V....
Vorsitzender Volkmar Schönfelder konnte 10 Namen verlesen, Namen überwiegend junger Leute, die während der Jahreshauptversammlung in den Verein aufgenommen wurden. Er erinnerte an den „Tag der offenen Tür", der ein großer Erfolg war, an das Treffen mit der Partnerfeuerwehr aus Jarov in Tschechien, an den spontan organisierten „Rodelspaß für Kinder" in Hohenofen und das gemeinsame Aufstellen und Schmücken des Weihnachtsbaumes am Dorfdreieck beim „Haselbacher Adventstreff". In diesem Jahr hat der Verein wieder beim „Fohlenhausfest" den Hut auf - außerdem solle es ein ‚Knutfest' geben, ein gemeinsames Verbrennen der Weihnachtsbäume. Volkmar Schönfelder dankte den Mitgliedern für ihre große Bereitschaft, all das mit zu organisieren. Zurzeit sei auch noch eine andere Aufgabe dazu gekommen. Wegen des Umbaus im ehemaligen Rathaus, seien die Räume der Feuerwehr auch Treffpunkt der anderen Haselbacher Vereine. Das bedeute aber auch, dass immer ein Mitglied des Feuerwehrvereins dabei sein müsse – schon aus rechtlichen und versicherungstechnischen Gründen.

Gegenseitige Wertschätzung
Dr. Heiko Voigt, Sonnebergs stellvertretender Bürgermeister, zeigte sich angesichts der Bilanz, die an diesem Abend in Haselbach gezogen wurde, sichtlich beeindruckt. Vor allem hob er die enorm hohe Zahl an Einsätzen hervor, die er auch im Vergleich zu anderen Wehren sehe. Der Zulauf an Mitgliedern – sowohl im Verein, als auch in der aktiven Feuerwehr, seien Ausdruck der guten Arbeit von Wehrleitung und Vereinsspitze. Er erwähnte aber auch die enge Zusammenarbeit aller Vereine im Ort, die bemerkenswert sei. Dr. Heiko Voigt war nicht mit leeren Händen gekommen. Er überreichte Volkmar Schönfelder einen Umschlag „mit Geld, das die Stadt eigentlich nicht hat", wie er sich ausdrückte.
Ähnlich wie Heiko Voigt äußerten sich auch der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Peter Wangemann und Haselbachs Ortsteilbürgermeisterin Birgitt Eschricht. Auch sie dankten den Kameraden für ihre sehr, sehr gute Arbeit.
Die wiederum freuten sich, dass die Zusammenarbeit mit der Stadt Sonneberg so gut funktioniere. „Im Sachgebiet Brandschutz der Stadt ...findet man immer ein offenes Ohr, nützliche Tipps und viel Unterstützung", so Wehrführer Martin Zwilling. Aus seiner Sicht habe man da einen großen Schritt nach vorn getan und es mache wieder Spaß, das Ehrenamt auszuüben.

Bleibt noch zu vermelden, dass der Bericht des Kassenwartes Bill Walter mit Beifall quittiert wurde, dass sich die Vereinsmitglieder auf eine Erhöhung des Mitgliederbeitrages auf 20 Euro im Jahr einigten und einige langjährige Mitglieder nun „Ehrenmitglieder" sind: Siegfried Heymann und Hartmut Karl. Weniger wegen langjähriger Mitarbeit – aber für gelungene Öffentlichkeitsarbeit, kam auch „Ausklingkler"-Redakteurin Doris Jakubowski in den Genuss der Ehrenmitgliedschaft.

Neue Mitglieder des Feuerwehrvereins Haselbach:
Enrico Probst, Christian Gläser, Daniel Fieseler, Bianka Brehm, Manual Brehm, Florian Muckeldey, Luise Schmidt, Anja Wittmann, Celine Wicklein und Janett Matthäi

Besondere Ehrung
Die gab es für zwei Haselbacher Kameraden der Feuerwehr bereits während des Neujahrsempfanges der Bürgermeisterin am 12. Februar und ein großes Dankeschön natürlich auch in der Haselbacher Runde.
Hartmut Karl wurde für 60 Jahre aktive Mitgliedschaft in der Feuerwehr Haselbach geehrt.
Er war viele Jahre Zugführer, Maschinist und Gerätewart und arbeitete 14 Jahre im Vorstand des Vereins mit. Bereits mit 16 Jahren hat der heute 75-jährige den operativen Dienst in der Ortsfeuerwehr begonnen.
Gunter Tzschach wurde für 40 Jahre aktive Mitgliedschaft geehrt.
Er war wie viele der Jungs aus seiner Klasse fasziniert von der Feuerwehr, erinnert er sich. Alle - 13 an der Zahl - seien damals in die Jugendfeuerwehr gegangen. Aber nur einige geblieben, sagte er dem „Ausklingler".
Nun wechselt der einst aktive Feuerwehrmann auf eigenen Wunsch in die „Alters-und Ehrenabteilung" der Haselbacher Feuerwehr.
Den beiden verdienstvollen Männern HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH

Text und Fotos: Doris Jakubowski

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Im Schulungsraum der Feuerwehr ging kein Apfel mehr zur Erde. Es war rappelvoll. Und trotz ernster Themen - fast ein wenig kuschelig...

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Martin Zwilling, Dr.Heiko Voigt und Volkmar Schönfelder (v.l.n.r.) konnten mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden sein. 

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Einige der neuen Mitglieder, die während der Jahreshauptversammlung aufgenommen wurden. 

 

 

Zusätzliche Informationen