02.07.2021

Werner Räder

Schiekel Polatynska

Neues Trauzimmer im Rathaus: Erste Paare geben sich das Ja-Wort

Erst ein Wasserschaden in der ersten Jahreshälfte 2020, dann strenge Corona-Bestimmungen. Etwa ein Jahr lang mussten Hochzeitswillige im Sonneberger Standesamt aus diesen Gründen auf den großen Rathaussaal ausweichen. Nun, nach der vollständigen Sanierung und Umgestaltung des Raumes und ersten Lockerungen der Corona-Regeln, haben sich die ersten beiden Paare am 2. Juli 2021 im neuen Trauzimmer der Stadt Sonneberg das Ja-Wort gegeben. Die beiden Sonneberger Stefanie Werner und Nils Räder genossen mit ihren Angehörigen die Premiere im neuen Ambiente. Und auch Magdalena Weronika Polatynska und Robert Schiekel aus Neuhaus am Rennweg „trauten“ sich, den Bund fürs Leben einzugehen.  

Auf knapp 65 Quadratmetern gibt es nun ab sofort für den schönsten Tag im Leben neues Parkett, ein hochwertiges Beleuchtungs- und Beschallungskonzept, frische Farben, passend bezogene Bestuhlung und eine neue Raumanordnung. Das i-Tüpfelchen ist eine besondere Lichtinstallation der international gefragten Glaskünstlerin Susan Liebold, die im Sonneberger Ortsteil Schneidemühle ihre Werkstatt hat. Das von ihr gefertigte Unikat besteht aus einer wabenartigen Hülle aus gläsernen Dreiecken, die zu einer Seite hin geöffnet ist und zur anderen Seite eine angedeutete Herzform zeigt. Verarbeitet sind darin zusätzlich das Venus- und das Marssymbol für weiblich und männlich sowie eine Kombination daraus. Das Innenleben des besonderen Kunstwerks – aus rund 100 Metern transparenter Glasstäbe in filigraner Handarbeit zusammengesetzt – enthält eine LED-Beleuchtung. Passend dazu gibt es zwei Kerzenleuchter und eine Blumenvase, die die Glastradition der Region auf moderne Weise zur Geltung bringen.      

Die Sonneberger Tischlerei Hähnlein hat zudem einige neue Möbel gefertigt, die sich optimal in das Raumkonzept des neuen Trauzimmers einfügen. Darunter unter anderem eine Bank fürs Brautpaar und einen eigens gestalteten Tisch mit Pult. Die weitere Bestuhlung wurde neu bezogen von der Sonneberger Polsterfirma sundm. „Die Brautpaare und ihre Gäste sollen sich wohlfühlen“, sagt die Sonneberger Standesbeamtin Maika Kühn. Und das tun sie: „Wir kennen das alte Trauzimmer und finden das neue viel offener, heller und freundlicher. Es war alles wunderbar“, resümiert Bräutigam Nils Räder nach der Trauzeremonie im Rathaus.

Trotz der Corona-Pandemie wurden im Jahr 2020 insgesamt 155 Hochzeiten im Standesamt Sonneberg beurkundet. Einige der geplanten Eheschließungen seien auch vom letzten in dieses Jahr verschoben worden, so Maika Kühn. Die beiden Eheschließungen am 2. Juli 2021 sind Nummer 49 und 50. Momentan liegen die Anmeldezahlen bei 110 Paaren. „Das sind zwar weniger als sonst Anfang Juli, aber im Spätsommer und Herbst wollen noch etliche heiraten“, ist die Standesbeamtin zuversichtlich.  

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Trauzimmer

 

 

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