20.04.2020

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Auch die Stadt Sonneberg nutzt die Spielräume
der neuen Thüringer Corona-Verordnung

Erste Erleichterungen greifen zum Teil sehr kurzfristig

Auch die Stadt Sonneberg nutzt die Spielräume der am Freitag von der Thüringer Landesregierung neu erlassenen Corona-Verordnung und setzt zum Teil sehr kurzfristig erste Erleichterungen um. „Damit darf aber keinesfalls ein Signal ausgesendet sein, dass wir die Corona-Pandemie jetzt überwunden hätten“, erläutert Hauptamtlicher Beigeordneter Christian Dressel, der die städtischen Maßnahmen koordiniert. Vor allem appelliert Dressel an die Sonneberger, „gerade jetzt, wo wieder mehr soziale Kontakte stattfinden werden, in der Öffentlichkeit Mundschutz zu tragen“.

Vor diesem Hintergrund setzt die Spielzeugstadt auch ihre Gemeinschaftsaktion fort „Sonneberg sagt Corona gemeinsam den Kampf an“. Bislang wurden ca. 1.250 Mund-Nasen-Masken gespendet und von der Stadtverwaltung nach nochmaligem Waschen mit Hygienespüler und Bügeln einzeln verpackt und an besondere Risikogruppen verschickt. Für diese Woche sind weitere ca. 2.000 Masken angekündigt.

Folgende Maßnahmen hat die Stadt Sonneberg vor dem Hintergrund der neuen Thüringer Landesverordnung ergriffen:

Wiedereröffnung der Grüngut-Annahme

Die Grüngut-Annahme für Privat-Haushalte im städtischen Bauhof (An der Wiesenmaas 20) wird ab Mittwoch, 22. April, wieder geöffnet. Es gelten ab sofort wieder die üblichen Öffnungszeiten von Montag bis Mittwoch zwischen 09:00 und 18:00 Uhr sowie an jedem ersten Samstag im Monat zwischen 08:00 und 14:00 Uhr. Allerdings dürfen gleichzeitig nicht mehr als zwei Fahrzeuge in den Bauhof einfahren. Und nach Möglichkeit sollte auch immer nur eine Person im Fahrzeug sitzen – am besten mit Mundschutz. Eine Anlieferung außerhalb der genannten Zeiten ist auch in Zukunft nicht möglich. Die ausgeschilderte Zufahrt zur Grünabfall-Annahme und die organisatorischen Anweisungen der Bauhof-Mitarbeiter sind zu beachten.

Hochzeiten

Gemäß Landesverordnung dürfen künftig auch wieder in Sonneberg neben dem Brautpaar die Trauzeugen sowie Eltern und Kinder der Eheschließenden teilnehmen. Allerdings hat die Stadt Sonneberg die Höchstzahl der Teilnehmer pro Trauung auf zehn Personen begrenzt. Um die nötigen Sicherheitsabstände bestmöglich einhalten zu können, finden Trauungen derzeit ausschließlich im großen Sitzungssaal des Sonneberger Rathauses statt; Trauungen in den Außenstellen des Standesamtes sind aus diesem Grund derzeit nicht möglich. Das Tragen von Schutzmasken ist erwünscht, aber aufgrund der großen Räumlichkeit keine Pflicht. Und auch Samstags-Trauungen steht grundsätzlich nichts entgegen. Alle Gäste einer Trauung müssen das Rathaus über die Hygieneschleuse in der Stadtbibliothek betreten und werden dabei namentlich erfasst.

Beerdigungen

Auch was Beerdigungen betrifft, passt sich die Stadt Sonneberg den neuen Vorgaben der Landesverordnung an. Demnach dürfen Beisetzungen in Sonneberg wieder im engsten Familien- und Freundeskreis stattfinden – allerdings nur im Freien und mit maximal zehn Teilnehmern (zuzüglich Geistlichem bzw. Trauerredner, Mitarbeitern von Friedhofsamt und Bestattungsunternehmen). Zum Schutz der Gesundheit aller Teilnehmer wird hier dringendst das Tragen von Mundschutz gewünscht!

Stadtbibliothek

Die Stadtbibliothek Sonneberg hält ihre Serviceangebote zur kostenfreien On-Leihe sowie zum kostenlosen Hol- und Bringdienst von telefonisch bestellten Büchern aufrecht. Auch die Rückgabe von Büchern wird zunächst weiterhin nicht angemahnt. Allerdings ist auch bis auf Weiteres in der Stadtbibliothek kein Publikumsverkehr möglich. Das Service-Team der Bibliothek steht unter den Rufnummern (03675) 880-262 bzw. per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Beratung und Bestellung von Medien zur Verfügung.

Grüne Wochenmärkte

Beginnend mit Dienstag, 21. April, werden in Sonneberg wieder jeden Dienstag und Donnerstag die „Grünen Wochenmärkte“ stattfinden – allerdings an beiden Tagen auf dem PIKO-Platz, weil dort bessere hygienische Voraussetzungen für die Marktbeschicker möglich sind. Zum Start am 21. April werden aufgrund der Kurzfristigkeit zunächst wenige Markthändler erwartet. Für Marktbesucher gelten erhöhte Hygienestandards. So wird die Handdesinfektion vor Ort ermöglicht und mit einer Eingangskontrolle gewährleistet, dass die Mindestabstände von 1,5 bis 2 Metern zu anderen Marktbesuchern und dem Verkaufspersonal auch sichergestellt sind. Auch bei Besuch des Wochenmarkts wird das Tragen von Mundschutz dringendst empfohlen! Die Regelungen zum Wochenmarkt sollen anhand der Erfahrungen kontinuierlich angepasst werden und gelten zunächst bis zum 4. Mai. Ob insofern im Mai wieder ein Jahrmarkt in Sonneberg stattfinden kann, ist derzeit noch unklar und hängt auch von weiteren Verordnungen von Seiten der Landesregierung bzw. des Landratsamtes ab.

Publikumsverkehr im Rathaus

Der persönliche Publikumsverkehr im Rathaus ist unverändert nur mit großen Einschränkungen möglich und erfolgt ausschließlich nach vorheriger telefonischer Terminver-einbarung mit den jeweiligen Sachbearbeitern und über die Hygieneschleuse Stadtbibliothek. Nach Möglichkeiten werden Anfragen telefonisch, elektronisch oder postalisch bearbeitet.

Dabei bitte die Stadtverwaltung zu beachten, dass eingehende Briefe immer acht Tage in einer Briefquarantäne bleiben und somit nur verzögert bearbeitet werden können. Besser ist es, Anliegen per E-Mail an die Stadtverwaltung heranzutragen. Die direkten Mail-Adressen der Fachstellen finden sich auf der Homepage im Bereich Bürgerservice.

„Liebe Sonneberger! Bitte bleibt vernünftig und schützt euch selbst und eure Mitbürger, indem Sozialkontakte weiterhin wo immer möglich vermieden werden“, fasst Hauptamtlicher Beigeordneter Christian Dressel zusammen. „Wir sind froh, sehr frühzeitig zum Anfertigen von Mund-Masken aufgerufen zu haben. Sonst stünden heute Schutzmasken nicht in so großer Zahl zur Verfügung“, resümiert Dressel mit Blick auf die Empfehlungen der Thüringer Landesregierung und die vom Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder angekündigte Pflicht von Schutzmasken im öffentlichen Raum.

 

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