13.03.2020

Spatzennest-7156

 

 

Ausschließlich Notbetreuung in den Sonneberger Kindergärten

Seit Dienstag, 17. März, greift auch in Sonneberg die von der Thüringer Landesregierung beschlossene grundsätzliche Schließung aller Schulen und Kindergärten. „Wir wollen jedoch eine Notbetreuung für alle Eltern sicherstellen, die beide zwingend zur Arbeit gehen müssen und in Unternehmen arbeiten, die wichtig für das öffentliche Leben sind“, informiert Steffen Hähnlein für die Stadtverwaltung.

Das Notbetreuungskonzept greift nur, wenn beide Elternteile zwingend zur Arbeit gehen müssen und eine häusliche Betreuung ausgeschlossen ist. Voraussetzung ist weiter, dass die Eltern in Unternehmen und Einrichtungen beschäftigt sind, die für das öffentliche Leben von besonderer Bedeutung sind. Dazu zählen Krankenhäuser, Arztpraxen, Apotheken, ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen, Justiz, Polizei, Energiewirtschaft, Wasserver- und -entsorgung, Lebensmittel-Einzelhandel und natürlich die geöffneten Kitas selbst und vergleichbare Institutionen.

„Wir unterscheiden dabei nicht, aus welchem Ort ein Kind kommt, können aber nur allen Eltern helfen, die in den genannten Einrichtungen im Stadtgebiet von Sonneberg beschäftigten sind“, so Hähnlein. Ein Rechtsanspruch auf Betreuung besteht allerdings nicht! Um etwaige Infektionsketten nachvollziehen können, werden die Kinder dabei von der Stadtverwaltung zwingend nach Berufsgruppen der Eltern aufgeteilt.

Betroffene Eltern müssen sich telefonisch bei der Stadtverwaltung für die Notbetreuung unter den Rufnummern (0 36 75) 880-166 anmelden. Dabei erhalten sie auch alle weiteren Informationen. Eine persönliche Vorsprache im Rathaus ist nicht möglich.

Vor Ort müssen die Eltern dann für beide Elternteile (Ausnahme: Alleinerziehende) eine schriftliche Arbeitgeberbescheinigung in der ihnen zugewiesenen Kita vorlegen und ein zentral vorbereitetes Anmeldeformular unterschreiben.

„Wer eine Möglichkeit hat, sein Kind selbst zuhause zu betreuen, soll dies bitte unbedingt tun“, bittet Steffen Hähnlein alle Eltern, die Kindergarten-Teams in dieser besonderen Situation zu entlasten. Denn viele Kita-Träger betreiben auch besonders gefährdete Pflegeeinrichtungen und wollen Infektionsketten natürlich unbedingt ausschließen. „Bitte haben Sie Verständnis für Schutzmaßnahmen und Einschränkungen, die in diesem Zusammenhang leider unvermeidlich sind“, so Hähnlein abschließend.

Es haben grundsätzlich auch nur noch Kinder und Erzieher Zutritt in die Kitas. Weder außenstehende Projektpartner noch Eltern dürfen die Kindergärten betreten, um ein Gefährdungspotential bestmöglich auszuschließen. Die Erzieherteams überprüfen beim Eingang selbstständig den Gesundheitszustand der ihnen anvertrauten Kinder und messen zum Beispiel die Temperatur. Werden dabei vom Kita-Personal Krankheitssymptome festgestellt, ist keine Betreuung des Kindes möglich. In diesem Fall erfolgt auch eine Information des Kindergartens an das Sonneberger Gesundheitsamt. Dazu werden die betroffenen Eltern gebeten, die Krankheitssymptome selbstständig ärztlich überprüfen zu lassen.

Der Sonneberger Bürgermeister Dr. Heiko Voigt und Steffen Hähnlein danken allen Verantwortlichen der Träger und allen betroffenen Beschäftigten in den Kitas für die unkomplizierte und pragmatische gemeinschaftliche Entwicklung dieses Notbetreuungskonzepts im Laufe von nur wenigen Stunden. „Das zeigt, dass wir in der Stadt Sonneberg alle an einem Strick in die gleiche Richtung ziehen“, freuen sich Dr. Voigt und Steffen Hähnlein über das solidarische Miteinander von Kommune und Kitas.

Diese Regelungen gelten bis auf Weiteres. Weitergehende Anweisungen des Landkreises oder des Landes Thüringen bzw. eine veränderte Situation vor Ort in den nächsten Tagen können natürlich zusätzliche Schritte und Maßnahmen erforderlich machen. Weitere Informationen erteilt die Stadt daher immer aktuell hier auf ihrer Homepage und bei Facebook @Spielzeugstadt Sonneberg.

 

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