23.01.2019

Neues in Sachen Zusammenarbeit

190122Bauhof thumbSonneberg tankt Sole in Neustadt

Zu einem Vorortgespräch trafen sich im Bauhof der Stadt Neustadt bei Coburg Oberbürgermeister Frank Rebhan und Sonnebergs Bürgermeister Dr. Heiko Voigt, die Bauhofleiter aus Neustadt, Gerhard Reh sowie Holger Scheler und Martin Gläser aus Sonneberg mit Vertretern der Medien.
Eine effiziente Nutzung der Bauhoftechnik war mehrfach Gegenstand von Gesprächen der Partnerstädte. Doch so ganz einfach ist das nicht, denn in den Wintermonaten machen Schneefall oder Glatteis an der Stadtgrenze nicht halt. Räumtechnik wird meist in beiden Städten gleichzeitig gebraucht.
Deshalb ging es vordergründig erst einmal um die gemeinsame Nutzung der Soleaufbereitungsanlage, die im Bauhofes Neustadt steht. Sie wird ab sofort gemeinsam genutzt.
Außerdem sind noch ein paar Strecken angepasst worden. Die Ortsverbindung von Meilschnitz nach Mürschnitz sowie von Wildenheid nach Hönbach übernimmt der Neustadter Bauhof. Im Gegenzug räumt Sonneberg das Neubaugebiet Rödenauen in Wildenheid.

„Wir heben jetzt also nicht mehr das Schild, wenn wir eine Stadtgrenze überfahren, sondern nutzen hier
ganz einfach Synergieeffekte", erklärt Bürgermeister Dr. Voigt. Sonneberg hat erst kurz vor Weihnachten begonnen den Winterdienst auf Sole umzustellen. Wenn die Zusammenarbeit mit Neustadt nicht zustande gekommen wäre, hätte Sonneberg auch eine Soleaufbereitungsanlage benötigt.

Das braucht es nun nicht, weil es zum Tanken nach Neustadt geht. Der Bauhof dort blickt auf drei Jahre Erfahrung mit der Sole und die hat einige Vorteile. „Zum einen ist Sole viel effektiver als herkömmliches Streusalz, zum anderen spare man dadurch 21 bis 44 Prozent bei Sole des Typs FS 30. Dank der Zusammenarbeit lasten wir die Anlage in Neustadt besser aus und mit größeren Mengen können wir auch günstiger einkaufen", meint Gerhard Reh.
Im Gegenzug wird Sonneberg der Partnerstadt bei Salz-Engpässen aushelfen. Ein Salzlager mit 1200 Tonnen stand zur Verfügung. 400 wurden bislang erst verbraucht. Von den 120 Kilometer Sonneberger Straßennetz räumt der Bauhof 75 Kilometer eigenverantwortlich. Den Rest übernehmen Fremdanbieter. Neustadt hat 800 Tonnen Salz gebunkert, was für 80 Kilometer Stadt-, 40 Kilometer Ortsverbindungsstraßen und Gehsteige in einem durchschnittlichen Winter auch verbraucht wird. Laut Bauhofleiter Reh wurden bislang 300 Tonnen verbraucht.

Was spricht für eine Feuchtsalzstreuung?
Die Fahrbahn wird länger freigehalten durch länger anhaltende Tauwirkung. Man spart Trockensalz. Die Tauwirkung auf der Straße startet schneller. Salzverwehungen beim Ausbringen werden verhindert.

 

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